Warum Dokumentarfotografie wichtig ist.

Dass im kommendem Jahr im wahrsten Sinne des (Sprich-)Wortes Schicht im Schacht ist, brauch ich vermutlich niemandem, der diesem Blog liest, zu sagen. Und dass dann eine Zeit zu Ende geht, die durch fast 1000 Jahre Tradition geprägt wurde, muss auch klar sein.

Und genau das ist der Grund, warum wir jetzt noch die Kamera auspacken sollten und das Ruhrgebiet in seiner Gänze dokumentieren sollten.

Kübel für Rohstahl

Jeder von uns war sicher in einer der Fotoausstellungen, die das alte Ruhrgebiet zeigen als die Öfen von Phoenix-West oder dem Bochumer Verein noch glühten, als sich die Seilscheiben auf Zeche Gneisenau noch drehten. Auch hier hat sich ein Fotograf gedacht, dem die Landschaft zu der Zeit völlig normal vorgekommen sein muss, diese Bauwerke, die Tätigkeiten der Menschen festzuhalten für einen späteren Zeitpunkt. Und dieser spätere Zeitpunkt ist unter anderem die Fotoausstellung.

So ist es meiner Meinung besonders wichtig, dass wir die aktuellen Geschehnisse, sei es Demonstrationen zur drohenden Schließung des Stahlwerks in Duisburg oder eben noch die zur vor Exodus stehende Zeche Prosper-Haniel so gut es geht festhalten und für die "Nachwelt" zu dokumentieren.

Wir sind die letzte Generation, die diese Ära des Ruhrgebiets und der aktiven Montanindustrie wahrnimmt und miterleben kann.